Faksimile

Was ist ein Faksimile | Buchhandlung Winnenden Was ist ein Faksimile | Buchhandlung Winnenden Was ist ein Faksimile | Buchhandlung Winnenden

Wunder der Buchkunst –
was ist ein Faksimile?

Die Faszination einer jeden Epoche spiegelt sich wieder in den Kunstwerken berühmter und auch unbekannter Künstler. Sie haben für uns in liebevoll ausgestalteten Büchern ihre Zeit in allen Facetten festgehalten.

Manche von ihnen überstanden Feuer und Wasser, Kriege und Verwüstungen und hüten heute in der Abgeschiedenheit von Archiven die Geheimnisse ihrer Schöpfer. Die schönsten und eindrucksvollsten Schätze unserer Vergangenheit wurden für die Nachwelt in aufwändigen handwerklichen Faksimileprozessen reproduziert und stehen in wenigen Exemplaren für Sammler und Experten zur Verfügung.

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Die Pracht und Geschichte des Mittelalters – festgehalten in epochalen original Faksimile-Handschriften, die viel mehr sind als eine krisenfeste Wertanlage. Unverfälschte Zeugen unserer Kultur – strahlend in ihren Farben, verziert mit Gold und Purpur, gebunden in traditioneller Handwerkskunst.

Bei einem Faksimile wird die Handschrift von der ersten bis zur letzten Seite komplett wiedergegeben – inklusive aller Leerseiten, Vor- und Nachsatzblättern und Spiegelbeklebungen. Eine Faksimileausgabe entspricht also in Größe, äußerer Form und Farbgestaltung vollkommen dem Original.

Bereits seit dem Jahr 2008 können Sie Faksimiles beim Buchhandel Dietrich Kreh in Winnenden käuflich erwerben. Möchten Sie auch Ihre Bibliothek mit wirklich beeindruckender Buchkunst bereichern? Dann sehen Sie sich in unserem Faksimile-Shop um.

Was ist ein Faksimile?

Ein Faksimile („fac simile“ – „mach es ähnlich“) ist die mechanische Reproduktion einer einzelnen geschriebenen oder gemalten Vorlage, die unter Einsatz aller verfügbaren technischen Mittel und unter größtmöglicher Beibehaltung der inneren und äußeren Kennzeichen des Originals dieses getreu nachbildet, um es möglichst vollwertig zu ersetzen.

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Hervorzuheben ist dabei die mechanische Vervielfältigung und die Herstellung der Druckform und des Drucks. Alle gänzlich oder teilweise händisch gefertigten Kopien können folglich nicht als Faksimile angesehen werden.

Von einem Faksimile kann man zudem nur dann sprechen, wenn ein Unikat wiedergegeben wird. Ein Faksimile ist im Unterschied zum Reprint also stets auch eine Erstausgabe eines Manuskriptes. Die unabdingbaren Forderungen, die man an ein Faksimile stellen muss, sind

  • Vollständigkeit (dazu gehört auch die Wiedergabe von Leerseiten und Vorsatzblättern)
  • Farbtreue
  • Originalformat
  • originaler Randbeschnitt und
  • eine der Vorlage entsprechende Bindeart (unter Beibehaltung des originalen Lagenschemas).

Nur wenn all diese Kriterien erfüllt sind, kann man die Wiedergabe eines Originals als Vollfaksimile bezeichnen.

Glossar

Codex / Kodex

(Von lat. caudex „Holzblock“) Bezeichnung für das moderne, aus Blättern zusammengefügte Buch mit Rückenheftung im Gegensatz zur Rolle (lat. rotulus), der bis ins 4. Jh. vorherrschenden Buchform. Der Vorteil des Codex liegt in der besseren Handhabung und der Möglichkeit, beide Seiten des Blattes zu beschreiben. Der Beschreibstoff war Papyrus oder Pergament.

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Drôlerie

(Von frz. Drôlerie „komische, amüsante Sache“) Eine groteske, auf das Spielerische, Scherzhafte gerichtete Darstellung von Menschen, Tieren und Fabelwesen.

Evangeliar

Ein Evangeliar beinhaltet den Text der vier Evangelisten Markus, Lukas, Johannes und Matthäus im Neuen Testament.

Evangelistar

Für kirchliche Lesungen verwendete Textauszüge der vier Evangelien.

Initiale

Durch Schrifttype oder -größe und Verzierungen hervorgehobener Anfangsbuchstabe in Handschriften.

Kolophon

Schlussnotiz in Handschriften oder Frühdrucken mit Angaben über Schreiber bzw. Drucker sowie Ort und Zeit der Entstehung – eine Funktion, die später vom Titelblatt übernommen wurde.

Miniatur

Ursprüngliche Bezeichnung für eine mit Mennigfarbe (lat. minium „Mennigrot“, „Zinnoberrot“) kolorierte Initiale oder Titelzeile, später jede selbstständige, nicht an eine Initiale gebundene figürliche Malerei in Handschriften.

Pergament

(Benannt nach der kleinasiat. Stadt Pergamon, dem Exportort für Pergament in der Antike) Der in der Antike und im Mittelalter gebräuchliche Beschreibstoff (als membrana pergamena bezeichnet) wird aus ungegerbten Häuten von Schafen, Ziegen und Kälbern hergestellt. Die Pergamenterzeugung verbreitete sich von Rom und Byzanz über das gesamte Abendland. Nachdem das Pergament rund 1000 Jahre für Handschriften verwendet worden war, wird es seit dem 13. Jh. als Beschreibstoff vom Papier ersetzt.

Psalter

Die 150 Psalmen des Alten Testaments.

Scriptorium / Skriptorium

„Schreibstube“ (lat.), Schreiberschule mittelalterlicher Klöster mit gemeinsamen technischen und stilistischen Merkmalen in Schrift und Ausstattung.

Stundenbuch

Gebetbücher für die Laienandacht. Verbreitung fanden sie im späten 14. und im 15. Jahrhundert in Frankreich und Flandern. Hauptbestandteil der Stundenbücher sind das Marienoffizium und das Totenoffizium, aus denen zu bestimmten Stunden die dazugehörigen Gebete gelesen werden.

Verso

(Abk.: v) Die Rückseite eines Blattes (Folios) eines Codex; die beim aufgeschlagenen Buch links liegende Seite.

Zierseite

Ganzseitige Auszeichnung und Hervorhebung eines Textes oder Textanfangs durch ornamentalen oder figürlichen Schmuck.

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